Kundgebung am 25.02.2026: Ein Zeichen für den Hochbühl setzen
Das Video der Kundgebung
Pressemitteilung
Owingen, 25. Februar 2026
Kundgebung am Hochbühl: Teilerfolg durch Rückzug von Abo Energy
Nach dem Rückzug des Projektentwicklers Abo Energy aus dem geplanten Windpark am Hochbühl fordert der Verein den dauerhaften Schutz des Landschaftsraums. Gegenwind Hochbühl e.V. hatte dazu am Mittwochabend zu einer Kundgebung auf dem Münsterplatz in Überlingen aufgerufen.
Im Umfeld der zeitgleich stattfindenden Gemeinderatssitzung folgten etwa 80 Bürgerinnen und Bürger dem Aufruf des Vereins, friedlich ihren Widerstand gegen Windkraftanlagen am Hochbühl zu zeigen und ein sichtbares, bewusst ruhiges Zeichen für den Erhalt dieses Landschafts- und Erholungsraums zu setzen. Die Kundgebung endete pünktlich um 17.30 Uhr, im Anschluss trafen sich zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem Netzwerktreffen in einem Überlinger Lokal, um Gespräche zu vertiefen und weitere Schritte zu beraten.
Nach einer kurzen Einführung durch den zweiten Vorsitzenden Martin Huber-Lütgens ging der erste Vorsitzende Dirk Zimanky auf die jüngste Entwicklung ein, dass der Projektentwickler Abo Energy sein Angebot für die Errichtung von fünf Windrädern am Hochbühl zurückgezogen hat. Vor dem Hintergrund der vom Verein bereits im Vorfeld an den Gemeinderat gerichteten Fragen zu Wirtschaftlichkeit, finanziellen Risiken und Eingriffen in Landschaft, Natur und Gesundheit bewertete Zimanky den Rückzug aus Sicht des Vereins als wichtigen Teilerfolg. Zugleich machte er deutlich, dass dieser Höhenzug direkt über Überlingen nur dann dauerhaft geschützt sei, wenn ganz grundsätzlich auf Windkraftanlagen an diesem Standort verzichtet werde. Zimanky unterstrich, „dass unsere Argumente stichhaltig sind und auch ankommen. Der Rückzug jetzt sei ein wichtiges Signal, bedeute aber noch keine Entwarnung.“ Er rief dazu auf, „den Hochbühl langfristig von Windkraft freizuhalten und als wichtigen Teil der Überlinger Identität für kommende Generationen zu bewahren.“
Zimanky betonte, Gegenwind Hochbühl e.V. stehe in einem konstruktiven Austausch mit allen Akteuren – von den Gemeinderätinnen und Gemeinderäten bis hin zum Markgrafen – und werbe für alternative Lösungen, die wesentlich besser zur Region passen. Er würdigte ausdrücklich, dass sich viele Entscheidungsträger intensiv mit den offenen Fragen befassen, und warb dafür, den eingeschlagenen Weg der sorgfältigen Abwägung konsequent weiterzugehen. Angesichts der aus Vereinssicht geringen Windleistung am Hochbühl, die sich nach bisherigen Daten als unzureichend erweist, stellte er die Frage, warum Überlingen nicht deutlich stärker auf Geothermie und Seewärme zur Erreichung seiner Klimaziele setze, wie es andere Bodenseegemeinden bereits vormachten.
Zum Abschluss der Kundgebung verwies Stefan Bittner auf die Homepage des Vereins, auf der aktuelle Informationen, Hintergrundargumente und Materialien zur Verfügung stehen. Dort können auch die an der Kundgebung aufgeführten Songs mit Titeln wie „Kalte Flügel“ und „Unter die Räder“ kostenlos heruntergeladen werden, die das Anliegen von Gegenwind Hochbühl e.V. in zeitgemäßer, eingängiger Form aufgreifen. Begleitet wurde die Kundgebung von neuen Plakaten mit lokalen Karikaturen zum Geschehen rund um den Hochbühl, die den Protest pointiert, aber humorvoll in Szene setzen.
Gegenwind Hochbühl e.V.
(Bildmotiv zur Kundgebung am 25.02.2026 zur redaktionellen Verwendung beigefügt.)

Am kommenden Mittwoch, den 25. Februar 2026, laden wir euch herzlich zu einer Kundgebung am Pfarrzentrum auf dem Münsterplatz in Überlingen ein. Beginn ist um 16:30 Uhr. Komm dazu und setz gemeinsam mit uns ein sichtbares Zeichen für den Hochbühl! Anlass ist die gleichzeitig stattfindende Gemeinderatssitzung, in der darüber beraten wird, ob städtische und Spital-Flächen auf dem Hochbühl für den Bau von Windkraftanlagen verpachtet werden. Mit eurer Anwesenheit wollen wir dem Gemeinderat ein klares und faires Signal geben.
Der Hochbühl ist ein wertvoller Landschafts- und Erholungsraum zwischen Überlingen, Owingen und Nesselwangen – mit Nähe zu Wohngebieten, Kliniken, Pflege- und Betreuungseinrichtungen sowie wichtigen Kur- und Tourismusangeboten. Fünf fast 300 Meter hohe Windräder würden dieses Bild dauerhaft verändern und weit über den See hinaus sichtbar sein. Gleichzeitig gibt es viele offene Fragen: zur Wirtschaftlichkeit, zu möglichen finanziellen Risiken im Falle von Schäden oder Rückbau und zu den Folgen für Gesundheit, Kurstandort, Natur und Artenschutz. Der Hochbühl ist Teil unserer Heimat am See – ein Stück Landschaft, das viele von uns mit Spaziergängen, Ausblicken und Erholung verbinden.
Diese Fragen haben wir an den Überlinger Gemeinderat:
- Sind diese Windkraftanlagen wirtschaftlich oder sind sie nur mit hohen Subventionen zu betreiben – und falls etwas schiefgeht, wer trägt am Ende das wirtschaftliche Risiko?
- Wie stark verändern diese gewaltigen Windkraftanlagen das Landschaftsbild von Überlingen, Owingen und den Teilorten dauerhaft? Wollen wir das?
- Welche Belastungen entstehen für Anwohner durch Lärm, Infraschall und Schattenschlag in der Nähe von Wohngebieten, Schulen, Pflegeheimen, Tagesstätten und Kureinrichtungen? Wollen wir die möglichen Gesundheitsrisiken in Kauf nehmen?
- Was bedeutet der Eingriff für die Natur, den Wald, den Boden und das Wasser, das im Untergrund unser Trinkwasser bildet; mit großen Fundamenten, Zufahrten, weiten Schneisen und dem Abrieb der Rotorblätter? Dürfen wir so mit der Natur umgehen?
- Gefährden wir mit kurzfristigen Pachteinnahmen den Kur- und Erholungsstandort, von dem Überlingen und das Umland langfristig leben? Ist es das Risiko wert?
- Warum werden Alternativen wie Photovoltaik, Seewärme und Geothermie, die besser zu unserer Region passen, nicht konsequenter verfolgt? Warum können das andere?
Bei dieser Kundgebung wollen wir ganz bewusst ein ruhiges und konzentriertes Zeichen setzen. Bitte verzichtet dieses Mal auf Trillerpfeifen, Trommeln und laute Sprechchöre. Wichtig ist, dass der Gemeinderat eine große, respektvolle und geordnete Präsenz wahrnimmt – passend zur Bedeutung der Entscheidung. Was hier entschieden wird, prägt die Umgebung, in der wir und unsere Kinder leben, für viele Jahrzehnte. Vor Ort halten wir eine kurze Ansprache zu unseren Fragen und informieren euch über den aktuellen Stand der Dinge.
Wir freuen uns, wenn ihr eigene Plakate und Schilder mitbringt, die zu diesen Themen passen. Klar formulierte, sachliche Botschaften machen sichtbar, wie wichtig vielen Menschen unsere Landschaft und Lebensqualität sind. Bitte achtet gemeinsam darauf, dass die Kundgebung friedlich, rücksichtsvoll und für alle gut zugänglich bleibt. Wir bitten euch herzlich, zahlreich zu kommen und diese Ankündigung weiterzugeben – im Freundes- und Bekanntenkreis, in der Nachbarschaft und über eure soziale Medien. Je mehr Menschen kommen, desto schwerer lässt sich unsere Stimme überhören. Jede einzelne Person vor Ort verstärkt das Signal an den Gemeinderat: Die Entscheidung über die Verpachtung der Flächen auf dem Hochbühl braucht Sorgfalt und den Blick auf bessere Alternativen als riesige Windkraftanlagen mitten in unserer einzigartigen Landschaft.
Komm zur Kundgebung, bring andere mit und setz mit uns ein ruhiges, aber deutliches Zeichen für den Hochbühl. Jede einzelne Person vor Ort verstärkt das Signal an den Überlinger Gemeinderat. Unser Widerstand geht weiter – für unsere Landschaft, unsere Gesundheit und unsere Heimat am See.
Im Anschluss zur Kundgebung findet ab 17.30 für Interessierte ein Netzwerktreffen statt.
Bild und PDF-Datei zum Download und verteilen!
Kundgebung FLYER DIN A6
PDF-Datei Flyer DIN A6 zum Download
Kundgebung FLYER DIN A4
PDF-Datei Flyer DIN A4 zum Download
WICHTIG
Wir planen die Durchführung weiterer Veranstaltungen. Haltet euch auf unsere Webseite auf dem Laufenden oder noch einfacher, kommt in unsere Telegram-Gruppe – da bekommt ihr alle Neuigkeiten immer sofort mit: https://t.me/Gegenwind_Hochbuehl
IN EIGNER SACHE
An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass unsere gesamte Arbeit ehrenamtlich erfolgt. Für die anstehenden Herausforderungen, insbesondere für die erforderlichen Anwalts- und Gerichtskosten, sind wir jedoch auf Ihre finanzielle Unterstützung angewiesen. Unterstützer zu werden ist ganz einfach: Besuchen Sie unsere Webseite www.gegenwind-hochbuehl.com, klicken Sie oben mittig auf den Reiter „AKTIV WERDEN“ und laden den Mitgliedsantrag herunter, den Sie uns dann per Post oder auf kontakt@gegenwind-hochbuehl.com per E-Mail zusenden. Hier können Sie auch ganz einfach spenden. Jeder Beitrag zählt – herzlichen Dank!

